- Diplomatenkennzeichen

Ausländische Vertretungen wie Botschaften und Internationale Organisationen haben in Deutschland wie die Bundesregierung die 0 für Personen mit rotem Diplomatenausweis. Private Fahrzeuge von Personen mit blauem Diplomatenausweis beginnen mit B oder BN. Nach 0, B oder BN folgen hier zwei Nummernblöcke. Die erste Zahl steht für das jeweilige Land bzw. die jeweilige Organisation. Nach einem Bindestrich folgt eine weitere bis zu dreistellige Zahl.
Fahrzeuge mit 0 beginnender Kennzeichen tragen zusätzlich das Nationalitätskennzeichen CD für "Diplomatischer Corps". In der nachfolgenden Liste sind alle Länder und Organisationen aufgelistet, welche sich hinter der mittleren Zahl verbergen. Die Endzahl 1 steht für den Botschafter, die 2 für den Stellvertretenden Botschafter bzw. haben die folgenden Nummern auch keine weitere Personenbezogene Bedeutung. Die Zahlen wurden 1973 in alfabetischer Reihenfolge und deutscher Schreibweise der Länder vergeben. Begonnen wurde jedoch nicht mit 1 oder 01 sondern mit 10, da diese niedrigen wie oben erwähnt für die deutsche Bundesregierung verwendet werden. Die 10 steht abweichend der alphabetischen Ordnung für den Vatikan. Inzwischen gibt es einige weitere Abweichungen, da Ländernamen sich änderten, Länder sich auflösten, bzw. einige neue Länder entstanden. Einzeilheiten dazu siehe in der nachfolgenden Tabelle.
10
11
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13
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15
16
17
18
19
20
21
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25
26
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28
29
30
31
32
33
34
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36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
Vatikanstadt / Heiliger Stuhl
Ägypten
Angola
Albanien
Äthiopien
Afghanistan
Algerien
USA
Argentinien
Australien
Bangladesch
Belgien
Brunei
Bulgarien
Myanmar (früher Birma/Burma)
Bolivien
Brasilien
Burundi
Chile
China, Volksrepublik
Costa Rica
Weißrussland (Belarus)
Bosnien und Herzegowina
Äquatorialguinea
Dänemark
Benin (früherer Name: Dahomey)
Dominikanische Republik
Ecuador
Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire)
El Salvador
frei
Estland
Liechtenstein
Montenegro
Finnland
Frankreich
Gabun
Ghana
Griechenland
Großbritannien
Guatemala
Guinea
Lettland
Litauen
Haiti
Honduras
Indien
Indonesien
Irak
Iran
Irland
Island
Laos
Kap Verde
Israel
Italien
Jamaika
Japan
Jemen
Jordanien
Serbien (früher: Jugoslawien)
Kuwait
Kuba
Katar
Kamerun
Kanada
Kenia
Kolumbien
Kongo (Republik)
Korea, Südkorea (Republik Korea)
Libanon
Liberia
Libyen
Lesotho
Luxemburg
Madagaskar
Malawi
Malaysia
Mali
Marokko
Mauretanien
Mexiko
Malta
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
200
201
202
203
204
205
Monaco
Nepal
Neuseeland
Nicaragua
Niederlande
Niger
Nigeria
Norwegen
Mongolei
Mosambik
Oman
Burkina Faso (früherer Name: Obervolta)
Österreich
Pakistan
Panama
Paraguay
Peru
Philippinen
Polen
Portugal
Papua-Neuguinea
Namibia
Ruanda
Rumänien
Sambia
Saudi-Arabien
Schweden
Schweiz
Senegal
Sierra Leone
Singapur
Simbabwe
frei (war an Somalia vergeben)
Spanien
Sri Lanka
Sudan
SudafrikaSüdafrika
Syrien
Tansania
Thailand
Togo
Tonga
Tschechien
Tschad
Türkei
Tunesien
Uganda
Russland (früher UdSSR)
Uruguay
Ungarn
Ukraine
frei
frei
Venezuela
Vietnam
Vereinigte Arabische Emirate
frei
frei
Kongo, Demokratische Republik (früherer Name: Zaire)
Zentralafrikanische Republik
Zypern
Kroatien
Slowenien
Aserbaidschan
Slowakei
Kasachstan
Mazedonien
Usbekistan
Eritrea
Georgien
Tadschikistan
Bahrain
Kambodscha
Armenien
Kirgisistan
Moldawien
Turkmenistan
Mauritius
Korea, Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea)
Djibouti
Guinea-Bissau
Süd-Sudan
Botswana
Wie zu sehen ist, sind zwischendrin ein paar Nummern frei. Bis zu Nr. 153 (Zypern) ging die ursprüngliche Aufteilung. Alle weiteren Nummern kamen erst in den folgenden Jahren (Neue Länder oder erst neu geschaffene diplomatische Vertretungen). Der Grund, dass zwischen 169 und 200 eine große Lücke erscheint, ist das die Nummern ab 170 bis 199 für Internationale Organisationen vergeben wurde. Als hier alle Nummern vergeben waren, folgt aktuell eine weitere Vergabe ab 300 aufwärts.
170
171
172
173
174
175

176
177
178
179

180
181
182
183
184
185
186
187
188
189
190
191
192
193
194
195
196
197
198
199
300
301
302
303
Internationale Arbeitsorganisation (ILO), Bonn
Europäische Zentralbank (EZB), Frankfurt
Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), Köln
Vereinte Nationen, Der Hohe Flüchtlingskommissar (UNHCR), Berlin
Gemeinsame Organisation für Rüstungskooperation (OCCAR), Bonn
Verbindungsstelle der International Organisation for Migration (IOM)
[bislang: Zwischenstaatliches Komitee für Europäische Auswanderung (ICEM)], Bonn
Büro der Liga Arabischer Staaten, Berlin
Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW), Generalsekretariat, Berlin
Europäisches Operationszentrum für Weltraumforschung (ESOC), Darmstadt
NATO EF 2000 and Tornado Development Production and Logistic's Management Agency (NETMA)
[bislang: NATO-Organisation für Produktion und Logistik, München (NAMMA), München], Unterhaching
Europäische Südsternwarte (ESO), Garching bei München
Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg
Europäische Kommission, Vertretung in Deutschland
Europäisches Patentamt (EPA), München
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Zentrum Bonn
Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, Büro Berlin
Europäische Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten (EUMETSAT), Darmstadt-Eberstadt
Europäisches Astronautenzentrum (EAC), Köln
UNESCO-Institut für Pädagogik, Hamburg
Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW), Potsdam
Weltbank (IFC), Frankfurt
Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit, Büro Bonn; WHO-Regionalbüro für Europa, Bonn
United Nations Environment Programme - Sekretariat zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (GMS), Bonn
Sekretariat der Klimarahmen-Konvention (UNFCCC), Bonn
Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV), Bonn
Internationaler Seegerichtshof (ISGH), Hamburg
Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNIC), Bonn
UN-Sekretariat der Wüstenkonvention (UNCCD), Bonn
UNESCO-Internationales Zentrum für Berufsbildung (UNESCO-Centre), Bonn
Universität der Vereinten Nationen, Forschungsinstitut für Katastrophenmanagement
Vereinte Nationen, Büro für Weltraumfragen
Vereinte Nationen, Umweltprogramm "Die Ökonomie von Ökosystemen und Biodiversität"
Internationale Agentur für Erneuerbare Energien, Innovations- und Technologie Zentrum Bonn
Globale Ernte Vielfalts Treuhand
Da es immer noch einig Länder gibt, die bislang keine Vertretungen in Deutschland haben, würden in dem Fall die frei gewordenen Nummern wieder vergeben oder ab 206 weiter neu vergeben. Auf folgende Länder könnte dies irgendwann noch zutreffen:
Andorra
Antigua und Barbuda
Bahamas
Barbados
Belize
Bhutan
Cookinseln
Dominica 
Fidschi
Gambia
Grenada
Guyana
Kiribati
Komoren 
Kosovo
Malediven
Malteserorden
Marshallinseln
Mikronesien
Nauru
Osttimor 
Palau
Salomonen
Samoa (früher Westsamoa)
San Marino
São Tomé und Príncipe
Seychellen
St. Kitts and Nevis
St. Lucia
St. Vincent and the Grenadines
Suriname
Swasiland
Trinidad and Tobago
Tuvalu
Vanuatu
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- Konsulatskennzeichen

Konsulate haben Kennzeichen die den ehemaligen Behördenkennzeichen ähnlich sind. Die Fahrzeuge haben als Kennung das jeweilige Stadtkürzel, gefolgt von einer 900er, 9000er oder 90000er Nummer. Zusätzlich tragen die Fahrzeuge als Nationalitätskennzeichen ein CC für "Corps Consulaire". Ein Länderzuteilung nach Blöcken gibt es hier nicht. D.h.  S - 900  könnte z.B. Dänemark sein, das S - 901  Canada und S - 902  Österreich.
Münchner Konsulate:
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Aktueller Stand: 06.03.2016
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