- Zoll- oder Exportkennzeichen

Zollkennzeichen oder auch Exportkennzeichen wie sie genannt werden, gibt es für Fahrzeuge, welche ins Ausland exportiert werden. Diese Kennzeichenart wird schon seit 1951 ausgegeben. Bis zum 31.12.1988 hatten sie die folgende Form:
Diese sogenannten "Zolleier" (offiziell Zoll-Oval) begannen mit einer dreistelligen Zahl für die jeweilige Ausgabestelle / Zulassungsstelle bzw. das ausgebende Hauptzollamt. Es folgte ein Z für Zoll gefolgt von einer bis zu 4stelligen Zahl. Zum 01.01.1989 wurden neue Zollkennzeichen eingeführt. Seitdem haben sie die Form und Größe von normalen Autokennzeichen und werden nur noch von den jeweiligen Zulassungsstellen ausgegeben. Umgestellt wurde dazu lediglich die Kombination. Nach dem Strich folgt fortan erst die Zahl und abschießend ausschließlich ein Buchstabe. Am rechten Rand kam ein rotes Feld hinzu, in dem Jahr und Monat in Bruchform geschrieben stand, in dem das Fahrzeug späterstens exportiert sein musste. Entspricht also dem Ablaufdatum. Das Zulassungssiegel ist hier rot.
Diese 3 Schilder sind die 10., 11. bzw. 12 Ausgabe der Neuen Kennzeichen, welche 1989 vergeben wurden. Es wurde damals weitgehend oder vermutlich allen Städten und Landkreisen mit 1 A begonnen. Die maximale Gültigkeit beträgt 1 Jahr. Hier noch weitere Schilder aus der 1. Serie:
Bei den RA wird deutlich, die Zahlen für das Ablaufdatum sind nicht einheitlich breit. Diese sind hier etwas schmäler als auf den anderen.

Ab 1995 wurden auch die Exportkennzeichen weitestgehend in Euroschrift geprägt. Dabei hatten hier viele einen Eurostrich, welche bei den normalen Kennzeichen in der Regel fehlte. Wie am Ablauf erkennbar, wurde dieser Eurostrich auch noch sehr lange verwendet, je nach Präger bzw. Zulassungsstelle. Sogar heute noch ist es möglich, dass es Exportschilder mit Strich gibt. Falsch ist dies keineswegs. Deutlich wird an den folgenden Schildern auch, dass der Monat im Ablaufdatum manchmal ausgenullt geprägt wurde, wie bei BL und EL, meistens aber nur als einstellige Zahl.
Seit dem 01.08.2000 steht nun auch bei dem Exportkennzeichen das genaue Ablaufdatum drauf, wie bei den Kurzzeitkennzeichen seit Einführung 1997. Somit ist nicht mehr automatisch der letzte des Monats "Exporttag". An den unteren beiden aus BS ist erkennbar, wie die gleiche Serie 9 Jahre später aussah, hier auch ohne Strich.
Von Beginn an 1989 gab es natürlich auch 2zeilige Exportkennzeichen. Diese hatten hier zunächst einen komplett durchgezogenen roten Balken, später wurde das Feld für das Ablaufdatum auf das rechte obere Eck beschränkt. Das FN Schild ist auch ein Bsp. dafür, dass auch bei Exportschildern nicht alles immer so ist wie es sollte. Das Töpfchen mit dem Siegel gehört eigentlich nicht auch ins rote Feld.
Eine Exportrarität ist DT. Der Landkreis Lippe änderte seine Kennung zum 1.11.1990 von DT in LIP. Somit existierten DT-Export nur zwischen dem 01.01.1989 und 31.10.1990. Das oben abgebildete  DT - 11 A  und das nachfolgende  DT - 1 N  sind somit echte Seltenheiten. Das  LIP - 7 E  folgte nur wenige Monate später. Eigentlich 2 total unterschiedliche Kennzeichen und trotzdem aus einem Kreis.
Eine weitere Besonderheit ist dieses:
Die Unterscheidungsbuchstaben B, F, G wurden für normale Kennzeichen erst zum 1.8.1992 frei gegeben. Dies war bei Export offensichtlich nicht der Fall wie dieses Schild aus Stuttgart beweist. Auch mit F gab es in Stuttgart. Allerdings sind Kennzeichen mit (B), F und G nur aus Stuttgart bekannt.

Als dann zum 1.8.2000 auch I, O und Q regulär in Umlauf kamen, gab es diese selbstverständlich auch für Exportkennzeichen. Prinzipiell kein Problem, jedoch sollte bei der Prägung auch auf die richtige Lesbarkeit geachtet werden. Doch auch wenn diese nicht immer eindeutig gegeben ist, kamen die folgenden Schilder alle an Autos:
Lücke vorhanden, aber doch leicht mit  D - 2121  verwechselbar.
Das selbe "Problem". Aus gewisser Entfernung oder bei Nacht auch als  WI - 4151  oder  WI - 9311  lesbar. Deutlich besser:
Mit O kann es ebenso schwierig werden:
Während hier nur  D - 756 O und  OHZ - 83 O  etwas schwieriger lesbar sein könnte, kam das HDH - 380O erst gar nicht heraus. Diese Verprägung war doch zu offensichtlich.
Weitere schöne Exportschilder aus den letzten Jahren:
Abschließend nochmal eine Übersicht aus Heinsberg. 1990 normals DIN. 2001 Euro mit DIN-Strich! 2008 wieder gleiche Serie wie 1990, in Euro ohne Strich.
Und noch eine Exportserie, wo schon beim Prägen nicht alles ganz glatt ging. Auch serienweise und über Jahre verteilt....
Aktueller Stand: 12.02.2016
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